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US-Sender NBC sichert sich Königsmörder TV-Serie

NBC Kingkiller SenderDer amerikanische TV Sender NBC hat sich die Serien Adaption der Königsmörder-Chronik für sein Programm gescihert. Dies geht aus der Website des Produzenten der Serie, New Regency, hervor. Neben dem Sender gibt es dazu noch eine kurze Beschreibung der Serie, welche einige Fragen aufwirft.
NBC steht im Fantasybereich unter anderem für Serien wie „Merlin – Die neuen Abenteuer“ und „Grimm“, daneben hat der Sender noch Krimis wie „Criminal Intent“, „Life“ und „Law & Order“ und Science Fiction wie „Raumschiff Enterprise“ im Portfolio.

Im englischen Orginal wird die Serie wohl schlicht Kingkiller heißen. Da es ja zur Zeit im Trend liegt die Titel einfach zu übernehmen könnte dies auch der deutsche Name der Serie werden. Beschrieben wird die Kingkiller-Serie auf der New Regency Homepage wie folgt:

„In der Nacht seines sechzehnten Geburtstags, wird Kvothe Zeuge des brutalen Mordes an seinen Eltern und dem Rest der Truppe von fahrenden Schauspielern, die einst seine Familie war. Die Mörder sind eine Gruppe mächtiger Übeltäter: Die Chandrian, der Folklore entsprungen und hunderte von Jahren alt, hielt man sie bisher für nicht mehr als ein Märchen. Kvothes Durst nach Rache wurde in dieser Nacht entzündet, doch als er seinen langen und mühsamen Weg des Trainings und Lernens beginnt merkt er: Es gibt keine Abkürzung zur Macht und durch seine hartnäckige Suche nach Antworten wird er von jenen gejagt, deren Vernichtung er sich herbeisehnt.“

Als Fan der Königsmörder-Chronik springen einem sofort einige Dinge ins Auge:
Erstens ist Kvothe in der TV-Serie anscheinend 16 Jahre alt, als seine Eltern umgebracht werden. In den Büchern ist er erst zwölf.
Zweitens wirkt es so als würde die Serie nicht Kvothes komplettes Leben erzählen, sondern erst bei dem Tod seiner Eltern ansetzen, es gibt scheinbar auch keine Rahmenhandlung wie in den Büchern. Auch seine Zeit in Tarbean wird nicht erwähnt. Allerdings können diese Dinge auch auf die Kürze des Textes Zurückzuführen sein.
Drittens würde ich Kvothes Studien und sein Training bei den Adem nicht unbedingt als lang und mühsam beschreiben. Insbesondere bei den Adem hat ja nicht einmal zwei Monate verbracht.
Und Viertens ist es bisher in den Büchern nicht vorgekommen, dass Kvothe von den Chandrian gejagt wird.

Es bleibt also abzuwarten was die Fernsehproduzenten aus der Königsmörder-Chronik machen.

3 Kommentare zu “US-Sender NBC sichert sich Königsmörder TV-Serie

  1. Chrisei

    Ich habe gerade erst erfahren das es eine Serie geben soll. Habe mich natürlich tierisch gefreut, jedoch Blicke ich dem ganzen im Nachhinein etwas skeptisch entgegen.
    Das es eine Serie wird, heißt noch lange nicht das es auch gut wird.
    Als ich den Eragon Film gesehen habe, grauste es mir. Viele wichtige Dinge wurden einfach weg gelassen und es gab viel zu große Zeitsprünge.
    Hier habe ich Angst, das genau das selbe passiert.
    Ich habe kein Problem damit, das Dinge abgeändert oder gekürzt werden, jedoch wird sowas nur in den seltensten Fällen gut umgesetzt.
    Genau deswegen befürchte ich, das die Serie am Anfang auf mehr Action setzt, als das Buch und genau deshalb sein leben auf den Straßen wenn überhaupt nur kurz anschneidet. Es bleibt nur zu hoffen, das der Text den NBC veröffentlicht hat, einfach nur ein kleiner Einblick von dem ist, was einen zu erwarten hat.
    Einen Kvothe der auf Rache aus ist.
    Einfach mal daumen drücken und auf die Pilot-Folge warten.

    P.S: Für falsche Vormatierung und Rechtschreibung ist mein Handy verantwortlich xD

  2. Matthias

    Ich glaube, man darf keine zu hohen Erwartungen an eine Verfilmung dieser Bücher oder auch allgemein an Verfilmungen haben. Mit der Herr der Ringe-Trilogie wurden atemberaubend gute Filme geschaffen, jedoch wird jeder Fan, der auch das Buch/die Bücher ernsthaft gelesen hat, bestätigen, dass die Buchvorlage besser ist. Das liegt daran, dass man bei 100 Lesern 100 verschiedene Protagonisten (hier Kvothes) hat mit 100 verschiedenen Universitäten, Dennas und Felurians… Zudem kann ein Buch viel langatmiger gestaltet sein, als Regisseure es sich wahrscheinlich bei einer Serie trauen würden. Am Ende jeder Folge müssen Cliffhanger sein und falls eine Folge langweilig ist, muss man fürchten, Publikum zu verlieren. Vor alledem muss die Pilotfolge Spannung erzeugen, wo ich das Hauptproblem sehe. Die Kindheit, die Ausbildung bei Abenthy, das gesamte Wesen der Edema Ruh bliebe auf der Strecke, wenn man bei der Ermordung der Truppe einsetzt. Bleibt abzuwarten, inwiefern Rothfuss hierauf Einfluss nehmen darf/wird, wobei man nicht vergessen darf: bei einer Serie geht es hauptsächlich um Geld, einem Schriftsteller hingegen geht es darum, sein Innerstes auf Papier zu bringen. Ob sich das Buch gut verkauft oder schlecht, ist in erster Linie egal, solange es 100% das ist, was der Autor denkt und fühlt.

  3. Lissy

    In den seltensten Fällen wird der Film einer Buchversion gerecht. Was vor allem daran liegt, daß der Film ein anderes Medium ist und Geschichten mit filmischen MItteln umsetzen muß. So braucht ein Film interessante Charaktere, stets wechselnde Spannung und Actionszenen, während das Buch mit dem Medium Sprache beschaulich in Szenen verweilen kann. Die Königsmörderchronik als Buch besticht vor allem wegen der Sprache, der literarischen Ausdruckskraft. Man denke allein an die Beschreibung der Musik. Wie um alles in der Welt setzt man das filmisch so um, daß jeder es begreift?
    Ich glaube gelesen zu haben, daß selbst Rothfuss einmal sagte, daß sich seine Bücher nicht für die Verfilmung eignen.
    Gute filmische Umsetzunen haben eine Story als Inspiration genommen, um daraus einen Film zu machen. Ich glaube, daß Der Name des Windes als Film nur enttäuschen kann, weil er den Erwartungen niemals gerecht werden kann, die er mit dem Medium der Sprache so genial erfüllt.
    Wer einen zweiten GoT erwartet, wird enttäuscht werden. Dafür bietet die Story zu wenig Action, zuwenig Intrigen, zuwenig Sex, zuwenig schockierende Gewalt und zuwenig Potential, um Charaktere aufzubauen. Letztlich spielt Kvothe und immer wieder Kvothe die Hauptrolle. Ich liebe das Buch wegen seiner Beschaulichkeit und seiner Ruhe – man kann es immer wieder hören oder lesen. Ich will gar keinen Film darüber sehen, er würde meinen Vorstellungen niemals gerecht werden! Ich kann mich noch gut an meine Enttäuschung über die Rollenbesetzung in Twylight war. Edward und auch seiner Vampirfamilie, (Alice ausgenommen). Man hatte sich irgendwann daran gewöhnt, aber ich fand die filmische Übersetzung nur in Teilen wirklich gut oder gar besser umgesetzt als im Buch.

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