Adem, Amyr und Lethani
Started by Caphalor




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Caphalor
E'lir
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30.09.2016, 16:43 -
#1
Hey Leute,
ich hab jetzt neulich ein Bisschen über Lethani philosophiert (kann ja nie schaden!) und dabei ist mir etwas aufgefallen. Lethani wird teils als Hilfe beim Wählen des richtigen Weges, teils als bester Weg zum Ziel beschrieben. Generell scheint es dabei jedoch viel um das richtige Handeln und Gerechtigkeit zu gehen. Auch Pflichterfüllung gehört laut Sheyne dazu und sie sagt einmal, dass die Sieben als sie die Städte verrieten Lethani vergaßen. Meine Überlegung war jetzt, dass die Amyr als Gerechtigkeitsfanatiker, wie sie Kvothe beschreibt, ja irgendeine Leitlinie brauchen nach der sie handeln und scheinbar waren sich schon einige damals Lethani bewusst, warum also sollten nicht die Amyr die geheime Kunst des Lethani beherrschen? Schließlich zeigt Lethani den richtigen Weg und die Amyr dienen dem Wohl des großen Ganzen. Vielleicht sind die Amyr also 'seelenverwand' mit den Adem.
Fürchte nicht die Nacht. Sie gibt dir Trost und Sicherheit.
Polaris
Re'lar
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55 posts 3 threads Registriert seit: Oct 2014
30.09.2016, 21:07 -
#2
Ich dachte bei Lethani eher an das Chnesische Dao, was soviel wie Pfad oder der rechte Weg bedeutet und sich in der Endsilbe -do diverser Kampfsportarten wiederfindet, z.B. Tea-Kwon-Do, Judo, Aikido, Hapkido... Was janicht dgegen spricht, dass die kämpferischen Amyr vielleicht zugleich Meister der Kampfkunst sind.
Nana korobi ya oki.
Caphalor
E'lir
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26 posts 3 threads Registriert seit: Mar 2016
11.10.2016, 15:31 -
#3
Kann sein, dasss du Lethani mit dem Ketan verwechselst? So weit ich weiß haben die Adem nämlich immer ihren Ketan trainiert und über Lethani gesprochen. Aber stimmt,das ist eine weitere Gemeinsamkeit zwischen Adem und Amyr. Beide Gruppen können hervorragend kämpfen, haben ein starkes Gerechtigkeitsempfinden, beide haben ein Faible für die Farbe rot und die beiden Namen beginnen mit dem selben Buchstaben. Kann natürlich sein, dass das alles nichts zu bedeuten hat, aber irgendwie finde ichs gerade schon.
Fürchte nicht die Nacht. Sie gibt dir Trost und Sicherheit.
Polaris
Re'lar
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55 posts 3 threads Registriert seit: Oct 2014
11.10.2016, 20:01 -
#4
Der Ketan ist m.M. nach so etwas wie eine Kata, eine Poomsae oder ein Hyong,;also eine Kampfübung gegen einen imaginären Gegner. Damit verbessert man in den Kampfsportarten seine Techniken (unter anderem, es ist halt eine Art zu üben wenn gerade kein Partner da ist,, mit dem man zusammen üben kann).
5m4rti3
Student
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21.11.2016, 14:22 -
#5
Als Kvothe mit Vashed über Lethani spricht, fragt er was zu Lethani gehört und sie solle bitte nicht "blau" sagen. Danach will er Liebe definieren, was ihm.nicht gelingt.
Eine Ähnliche Unterhaltung gibt es auch mit Elodin im Buch "Der Name des Windes" über Namen. Dort sagt Kvothe das er beschreiben kann was er versteht. Dort ging es dann um ein Hemd. Kvothe soll die Farbe Blau beschreiben und scheitert.
Vllt. stammen Lethani und Namenskunde voneinander ab?!
Tehlu.der.da.Menda.war
E'lir
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22.11.2016, 08:16 -
#6
ich wollte gerade schreiben, dass das nicht stimmen kann. aber jetzt bin ich mir nicht ganz so sicher..
Lethani wird immer als weg beschrieben den man gehen sollte, wenn man das richtige tun will. es ist nicht immer nur EIN weg, aber es letztendlich geht es ja darum, dass "Richtige" in einer Situation zu tun.

Namenskunde hingegen hat nichts damit zu tun richtig zu handeln. Ob man jetzt in guten oder schlechten Absichten handelt, ist es doch Namenskunde.
Aber so ganz kann ich deine Theorie nicht in den Wind schlagen, da sie sich streiten ob Kvothe Lethani erlernen sollte. Es würde ihn mächtiger machen. und das tut die Namenskunde auch.
dihaires
Re'lar
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23.11.2016, 21:07 -
#7
Namenskunde hilft dinge “zu verstehen und zu kontrollieren/lenken“.
Ein Name gibt aber keine Herrschaft/Macht über etwas.
(Auch wenn das oft gesagt wird.) Ich denke ein name hilft dinge zu lenken.
Man erhält die “kontrolle“. Das ist was auch der kethan machen soll.
Vashet verdreht kvothes arm und fragt ihn, ob sie ihn nun beherrsche. Er antwortet, dass sie ihn nicht beherrscht, aber kontrolliert.
Wie ein fluss der umgeleitet wird. Den fluss selbst kann man nicht beherrschen, ihn aber kontrollieren.
Das ist, was der ketan abbildet. Lethanie soll das verständnis schulen. Mit hilfe von lethanie lernt man dinge zu “verstehen“. So wie die namenskunde das verständnis für dinge gibt. Ich denke, dass die kombination aus ketan und lethanie ein versuch ist mit dem wachen geist zu erreichen was der schlummernde geist leistet. Ich hoffe das ist nicht zu wirr beschrieben. xD

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PS: Vielleicht ist beherrschen das falsche wort. Beherrschen und kontrollieren ist schwer zu trennen. Aber ich denke ihr wisst was ich meine.
Um die frage von smartie zu beantworten: ja ich denke auch dass lethanie helfen soll eine angelernte macht (namenskunde oder kethan) für das richtige einzusetzen. Also sind diese künste irgendwie miteinander verwandt.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 23.11.2016, 21:32 von dihaires.
Polaris
Re'lar
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55 posts 3 threads Registriert seit: Oct 2014
24.11.2016, 17:15 -
#8
(23.11.2016, 21:07)dihaires schrieb: Namenskunde hilft dinge “zu verstehen und zu kontrollieren/lenken“.
Ein Name gibt aber keine Herrschaft/Macht über etwas.
(Auch wenn das oft gesagt wird.) Ich denke ein name hilft dinge zu lenken.
Man erhält die “kontrolle“. Das ist was auch der kethan machen soll.
Vashet verdreht kvothes arm und fragt ihn, ob sie ihn nun beherrsche. Er antwortet, dass sie ihn nicht beherrscht, aber kontrolliert.
Wie ein fluss der umgeleitet wird. Den fluss selbst kann man nicht beherrschen, ihn aber kontrollieren.
Das ist, was der ketan abbildet. Lethanie soll das verständnis schulen. Mit hilfe von lethanie lernt man dinge zu “verstehen“. So wie die namenskunde das verständnis für dinge gibt. Ich denke, dass die kombination aus ketan und lethanie ein versuch ist mit dem wachen geist zu erreichen was der schlummernde geist leistet. Ich hoffe das ist nicht zu wirr beschrieben. xD

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PS: Vielleicht ist beherrschen das falsche wort. Beherrschen und kontrollieren ist schwer zu trennen. Aber ich denke ihr wisst was ich meine.
Um die frage von smartie zu beantworten: ja ich denke auch dass lethanie helfen soll eine angelernte macht (namenskunde oder kethan) für das richtige einzusetzen. Also sind diese künste irgendwie miteinander verwandt.

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Ich glaube, dass Namenskunde bedeutet, etwas/jemanden ganz und gar bis in sein innerstes Wesen zu verstehen bzw. zu durchschauen. Und das verleiht natürlich gewisse Macht über die Person oder den Gegenstand/das Natur-Phänomen.

Wenn jemand seinen (wahren) Namen ändert, wie z.B. Lanre zu Haliax, dann hat das auch Auswirkungen auf sein Wesen. Jedenfalls war Elodin zu Tode erschrocken, als er im Gespräch mit Kvothe irrtümlich kurz annahm, Fela habe ihren (wahren) Namen geändert.

Ich stimme dihaires zu, ich denke ebenfalls, dass Lethanie die Kunst ist zu erkennen, was das Richtige ist, und damit Ketan (Kampfkunst) und Namenskunde ausschließlich zu einem guten Zweck einzusetzen.
Nana korobi ya oki.
Gaja
Arkanist
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284 posts 6 threads Registriert seit: Apr 2014
26.11.2016, 11:45 -
#9
Kvothe sagt "sag jetzt bitte nicht blau, sonst werde ich auf der Stelle Wahnsinnig." in erster Linie um seiner Frustration darüber Ausdruck zu verleihen, dass er Themen wie Namenskunde oder Lethani nicht ohne Weiteres intuitiv erfassen kann, so wie er alles andere intuitiv erfasst. Das gibt aber in keinster weise Aufschluss darüber, ob und/oder wie Namenskunde und Lethani verwand sind.
Das heißt aber natürlich auch nicht, dass sie es nicht sind.
Was ich sehr interessant finde im Hinblick auf eine Verwandschaft, ist dass man beide über die gleiche Technik "erreichen" kann. Während für alle Dinge, die das Alar betreffen ein "Steinernes Herz" von Nöten ist (so wie Abenthy ihm das beibringt), das keinen Raum für emotionalität lässt, so scheint es für die Namenskunde im Gegenteil hilfreich seinen Geist auf ein "kreiselndes Blatt" einzustellen, also einen Zustand, in dem der Geist frei ist sich zu bewegen, wie er es braucht, in dem er biegsam ist und hyperreaktiv in jedem Moment exakt auf alles eingehen kann, und zwar während es entsteht. Ein Zugang zur Seele des zu Nennenden sozusagen. Das trifft auch auf Lethani zu (dafür hat Kvothe das kreiselnde Blatt ja auch entwickelt). Wie die Seele scheint Lethani als ein schwer fassbares, aber erreichbares Etwas, das existiert, aber nur schwer zu erkennen, bzw. schwer zu erreichen ist. Also verbindet das Lethani und die Namenskunde das selbe Themengebiet: Seele. Der Namenskundler möchte in die Seele des Objekts vordringen, der Adem in die Seele des Moments. Dies zu erreichen, muss der Praktizierende den Kontakt zum wachen Geist unterbinden, um "die eigene Seele mit der anderen sprechen zu lassen" (hab meinen Kaffe nich nicht aus, keine Ahnung wie ich das sonst formuliert kriege).


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